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Autobahnbaustellen nehmen kein Ende

Verantwortlicher Autor: Frank Blum NRW, 10.04.2020, 14:12 Uhr
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NRW [ENA] Autobahnbaustellen, jeder kennt sie, jeder weiß das sie dringend nötig sind um die Infrastruktur in Ordnung zu halten, und trotzdem mag sie keiner. Lange verengte Fahrspuren, Überholverbot, Tempolimit, das ist nichts was Autofahrer freut. Besonders aufwändig und somit langwierig und teuer sind Brückenneubauten. Um eine Vollsperrung zu vermeiden wird richtungsweise gebaut.

Dabei werden verschiedene Bauweisen eingesetzt. Die klassische Bauart wo alles vor Ort erstellt wird. Die neuere Variante mit vorgefertigten Teilen, die in der Nähe der Baustelle erstellt und dann mit schwerem Gerät transportiert und montiert wird. Die modernste Variante ist die sogenannte "LEGO-Brücke", hier werden alle Teile vorgefertigt und vor Ort zusammengesetzt.

Besonderheit der "LEGO-Brücke" ist die kurze Bauzeit. Nachteil ist das dies nicht immer möglich ist. Fertigteile kann man nicht in unbegrenzter Größe produzieren. Also bleibt bei vielen Brücken nur die Möglichkeit mit vorgefertigten Stahlträgern zu arbeiten, die in der Nähe des Bauplatzes so weit wie möglich mit den erforderlichen Rohren und Anschlüssen versehen werden.

Zur Montage werden dann unter Vollsperrung, meist am Wochenende, gigantische Mobilkrane und Tieflader in Stellung gebracht, um die vormontierten Träger einzuheben und zu montieren. Dabei können diese Träger über 50 Meter lang, sehr breit und über 130 Tonnen schwer sein. Da kommen dann die Giganten unter den Mobilkranen zum Einsatz. Auch von den riesen braucht es mehrere.

Um einen Träger von 50 Meter länge und 130 Tonnen Gewicht zu montieren sind je nach örtlichen Gegebenheiten 2 Krane mit je 750 Tonnen Hubkraft erforderlich. Je weiter der Kran teleskopieren und schwenken muss, umso geringer wird die Last die er noch heben kann. Bei so großen Bauteilen ist schon aus Gründen des Handlings der Einsatz von 2 Kranen zwingend erforderlich.

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